Feuerwache Lanstraße

Wettbewerb | Wien

Ein Monolith im rauen städtebaulichen Umfeld


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Konzept
Das geforderte Raumprogramm füllt im Vergleich zum großmaßstäblichen Kontext (Südosttangente / ÖAMTCZentrale / Tennishallen) und im offenen Raumgefüge ein eher kleines Volumen. Das Areal wird im Südosten von der Trasse der Südosttangente überragt. Wie kann ein Neuauftritt der Feuerwache hier adäquat bestehen? Beton macht stark Das kompakte introvertierte dreigeschossige Gebäude behauptet sich ‚wehrhaft’ an der südwestlichen Ecke des Baufeldes - wie ein Kloster, wie eine Burganlage, wie ein Meteroit - stark im Grund verankert. Die massive und geschlossene Außenhülle vermittelt ‚Schutz’ und ‚Sicherheit’. Sie bildet mit dem vorhandenen Servicegebäuden der Feuerwehr und der Trasse der Südosttangente eine bauliche und formale Einheit aus Sichtbeton.

Fenster werden als vertikale Schlitze in die drei Geschosse der Betonfassade gesetzt, die Fenster-Laibungen, plastisch herausgearbeitet, unterstreichen die Massivität der Außenhülle und den selbstbewussten Auftritt der Feuerwache. Den Kontrast hierzu bildet die öffenbare Glas-Fassade der zweigeschossigen Fahrzeughalle, hier warten die roten High- Tech Fahrzeuge auf ihren Einsatz in der Stadt. Der Steigerturm, hofseitiger Hochpunkt der Feuerwache, bildet ein neues Landmark und wird von der Südosttagente mit 170.000 Fahrzeugen pro Tag wahrgenommen. Über dem Steigerturm schwebt das Logo der Berufsfeuerwehr Wien und deren Notrufnummer.

Ein eingeschossiger Riegel entlang der Baumgasse auf der Fahrzeughalle schirmt im 2.OG die dahinterliegende Dachterrasse ab. Zur Dachterrasse mit Grüninseln, Grillplatz, Fitness-Parcours und Pergolen öffnen sich die Aufenthalts- und Sporträume.

Das große Schaufenster der Fitnessbereiche im 2.OG ermöglicht Blickbezüge ‚nach außen’ und bildet zugleich auch einen Blickfang von der und zur Baumgasse. Ein Oberlicht auf der Dachterrasse bringt Tageslicht ins Zentrum der Fahrzeughalle. Bei Dunkelheit illuminiert das Oberlicht Halle und Dachterrasse.

Projektteam
AREG archipel
Johannes Kraus, Benjamin Milde, Maria Groiss