Hermann Nitsch Museum

Museumszentrum Mistelbach, NÖ

Kontemplation und Sinnlichkeit

Inspiriert vom Werk Hermann Nitsch einerseits und der „Klarheit“ der vorgegebenen Bausubstanz andererseits wurde durch gezieltes Wegnehmen und Hinzufügen die ehemalige Heger-Fabrik zu einer klosterhaften Museumsanlage transformiert.
Innerhalb der umschließenden Hülle entstanden Gebäude und Freibereiche, die Assoziationen wie Lange Halle, Kathedrale, Seitenschiff, Claustrum, Krypta und einer zentralen Piazza zulassen.
Das Wechselspiel zwischen großen und kleinen, niedrigen, langen und hohen, offenen und geschlossenen Innen- und Außenräumen ist Konzept und Teil einer Dramaturgie, die prozessorientiert ist. Der Weg und der Moment des sinnlichen Erlebens stehen im Mittelpunkt. Ein breites Spektrum der Gestaltung für wechselnde Ausstellungen und Aktionen wird dadurch ermöglicht.
Die Architektur stellt den Anspruch, das Gesamtkunstwerk Nitsch zu unterstützen, tritt aber mit einer zurückhaltenden archaischen Sprache in den Hintergrund, öffnet die Räume für Ruhe, Entfaltung, Konzentration, Inszenierung, Aktion und für eine allumfassende ästhetische Erfahrung.

Fläche: 3.883 m2 Nutzfläche / Grundstücksfläche:  5.215 m2
Baukosten: 4,2 Mio €
Baujahr: 2005-2007
Bauherr: Stadtgemeinde Mistelbach
Generalplaner: ARGE archipel
Entwurf: Johannes Kraus, Michael Lawugger